Intraoperative Strahlentherapie (IORT) bei Hirnmetastasen – UMG Neurochirurgie Göttingen

16.09.2025

Die Universitätsmedizin Göttingen führt die IORT ein: sofortige Bestrahlung nach Tumorentfernung direkt im Operationssaal. Schonender, schneller und innovativ.

Prof. Dr. Veit Rohde (Direktor der Klinik für Neurochirurgie der UMG), Priv.-Doz. Dr. Charlotte Flüh, (Oberärztin der Klinik für Neurochirurgie der UMG), Prof. Dr. Andrea Hille (leitende Oberärztin der Klinik für Strahlentherapie der UMG) und Prof. Dr. Stefan Rieken (Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie der UMG sowie Sprecher des UniversitätsKrebszentrums Göttingen)

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) führt ein innovatives Verfahren ein: Mit der intraoperativen Strahlentherapie (IORT) wird bei Hirnmetastasen direkt im Operationssaal bestrahlt – unmittelbar nach der Tumorentfernung. Diese neue Methode vereint Neurochirurgie und Strahlentherapie in einem Eingriff, wodurch die Notwendigkeit für eine spätere externe Strahlentherapie in vielen Fällen entfällt und das gesunde Hirngewebe geschont wird.

Die intraoperative Strahlentherapie ist ein sicheres und nebenwirkungsarmes Verfahren“, betont Prof. Dr. Veit Rohde, Direktor der Klinik für Neurochirurgie der UMG. Er ordnet das Verfahren als bedeutenden Fortschritt und Meilenstein in der onkologischen und neurochirurgischen Versorgung ein.

An der UMG wird IORT aktuell als eines von wenigen Zentren in Deutschland eingesetzt – insbesondere bei Hirnmetastasen, deren Lage eine Operation erlaubt. Perspektivisch soll das Verfahren auch in Studien zur Behandlung von hirneigenen Tumoren wie dem Glioblastom geprüft werden.


Warum ist das bedeutsam?

  • Weniger Zeit zwischen Operation und Bestrahlung → geringeres Fortschreiten und bessere lokale Kontrolle

  • Schonung des umliegenden gesunden Gewebes durch punktgenaue Bestrahlung

  • Schnellere Fortführung systematischer Therapien, z.B. Chemotherapie oder Immuntherapie

Sie möchten mehr erfahren? Alle Details zum neuen Verfahren finden Sie im Originalartikel des UniversitätsKrebszentrums Göttingen.

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